Gedenkveranstaltung zum 8. Mai 2026
Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus
Dem Aufruf zum Gedenken an den Tag der Befreiung waren in Wildau um 11.00 Uhr 20 Menschen gefolgt, die sich vor dem sowjetischen Ehrenmal einfanden und den Reden des Bürgermeisters sowie des Vertreters der VVN-BdA nach der Kranzniederlegung folgten. In Zeuthen wurde der Tag traditionell von den Gemeinden Eichwalde, Schulzendorf und Zeuthen am Ehrenmal in Zeuthen-Miersdorf gewürdigt. Schüler und Schülerinnen der Musikbetonten Gesamtschule „Paul Dessau“ Zeuthen haben die Gedenkveranstaltung musikalisch begleitet und die drei Bürgermeister der ZES-Gemeinden haben gemeinsam einen Kranz niederlegt, um gemeinsam ein Zeichen des Zusammenhalts und der Verantwortung setzen.
In Königs Wusterhausen wird der Platz vor dem VdN-Denkmal seit einigen Jahren schon in den Morgenstunden des 8. Mai durch eine kleine Gruppe von AntifaschistInnen besetzt, um Provokationen durch Rechtsextreme und AfD – wie bereits erlebt – zuvor zu kommen. Plakate und Transparente – wie „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“ oder „Keine Faschisten in die Parlamente“ machen antifaschistische Positionen weithin sichtbar, Infostände bieten Material, Gespräche sind ganztägig möglich. Kurz nach dem Mittag traf der etwa 40 Menschen umfassende Zug der Schülerstreikenden gegen Wehrdienst auf dem Platz ein. Ein Kuchenstand wurde aufgebaut. Gegen 14.00 Uhr begann sich der Platz zu füllen.
KünstlerInnen zwischen 7 und 70 Jahren erschienen mit Familienangehörigen und bereiteten sich auf ihren Auftritt vor. Das Ensemble „Birjusa“ trat mit Tanz, Gesang und seiner mitreißenden Fröhlichkeit auf. Die Bürgermeisterin übermittelte durch ihre Mitarbeitenden herzliche Grüße. Sie hielten auch die erste Rede, VVN-BdA und Friedensbüro, das zukünftig junge Menschen bezüglich ihrer Entscheidung zum Wehrdienst beraten wird, folgten im Verlaufe der Veranstaltung, die erst nach 16.00 Uhr beendet wurde.
Unsere Botschaft lässt sich vielleicht am Besten in den folgenden Abschlusssätzen der VVN-BdA -Reden aus Wildau und Königs Wusterhausen zusammenfassen:
Können Menschen aus Geschichte lernen? – Wenn dies möglich wäre, dann würden deutsche Politikerinnen und Politiker, Diplomatinnen und Diplomaten unablässig weltweit für den Frieden werben, Kriege zu verhindern suchen, die Abrüstung predigen und gegen jegliche Militarisierung auftreten. Sie würden für Systeme eintreten, die Waffenproduktion und -verbreitung verunmöglichen, die Freundschaft zwischen den Völkern stiften, die Versuche gegenseitigen Verstehens fördern und jegliche kriegerische Handlung ächten. – Wäre das nicht etwas, wodurch sich dieses Land tatsächlich auszeichnen könnte? Etwas, wodurch es seiner historischen Verantwortung wirklich gerecht werden könnte? Das wäre doch ein Alleinstellungsmerkmal, für das einzutreten lohnt! Mag uns jetzt Lebende auch keine individuelle Schuld treffen. Das Geschehene bleibt im Gedächtnis der Völker und mahnt uns!
Kreisverband Die Linke Dahme-Spreewald


