Ehrendes Gedenken an die Opfer des KZ-Außenlagers in Lieberose/Jamlitz am 2. Februar 2026

Ehrendes Gedenken an die Opfer des KZ-Außenlagers in Lieberose/Jamlitz am 2. Februar 2026

Es waren gerade noch 1.700 überlebende Häftlinge der einstmals 11.000 im Außenlager Lieberose/Jamlitz inhaftierten Männer, die am 2. Februar 1945 von der SS auf einen mörderischen Todesmarsch ins KZ Sachsenhausen geschickt wurden.

Dieses grauenvolle Ereignis kurz vor Ende des von den Nazis angezettelten II. Weltkriegs waren für die VVN/BdA und DIE LINKE in LDS sowie für den Verein zur Förderung der Antifaschistischen Mahn- und Gedenkstätte Lieberose Anlass zu einem ehrenden Gedenken für die unfassbaren vielen Toten.

Die Bürgermeisterin der Stadt, Frau Michelchen, erinnerte in einleitenden Worten daran, dass es kaum noch Zeitzeugen gibt. Um so wichtiger sei es, durch die Pflege von Gedenkstätten, durch das immer wieder Erzählen des Unvorstellbaren und durch Zusammenkünfte an Orten des Gedenkens die Erinnerung an das Vergangene wachzuhalten und Kraft zu schöpfen für die Auseinandersetzung mit dem wieder aufkeimenden Faschismus.

Isabelle Vandre, Mitglied für DIE LINKE im Bundestag, zeichnete ein ausführliches und bedrückendes Bild davon, was in Lieberose/Jamlitz geschah, wie grausam und unmenschlich die SS nicht nur versuchte, mit dem Todesmarsch die Spuren ihrer mörderischen Untaten zu verwischen, sondern auch noch in den letzten Kriegstagen den Vernichtungsfeldzug gegen die Juden fortsetzte.

Isabel Neuenfeldt (Akkordeon und Gesang) und Thomas Tossou (Perkussion) umrahmten das Gedenken mit ihren Beiträgen. Das gemeinsame Singen des Moorsoldatenlieds durch die Anwesenden bildete einen berührenden Höhepunkt des Gedenkens.

 

Detlef Edler

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